LASERBOHREN


 

Das Laserbohren unterscheidet sich grundsätzlich in drei Verfahren:

 

Einzelpulsbohren

Durch eine hohe Laserpulsenergie ist es möglich, Materialien mit nur einem Laserpuls zu bohren. Das Laser-Einzelpulsbohren wird vorwiegend für dünne Materialien - kleiner 2mm - eingesetzt. Beispiele sind das Perforieren von Papier, Dichtungen und dünne Filter aus Metall.


Perkussionsbohren

Durch eine hohe Laserpulsenergie ist es möglich, Materialien mit mehreren, aufeinander folgenden Laserpulsen zu bohren. Bei diesem Prozess wird das Material in der Bohrung teilweise verdampft und nach oben ausgetrieben. Das Laser-Perkussionsbohren wird vorwiegend für Materialien bis 20mm Stärke eingesetzt und die Bohrungen weisen eine hohe geometrische Qualität auf - abhängig von der Laserquelle. Beispiele sind das Bohren von Siliziumwafern in der Solarindustrie, das Bohren von Spritzgussteilen aus Kunststoff oder Kühlbohrungen in Turbinenschaufeln.


Trepanieren

Beim Trepanieren erfolgt im Gegensatz zu den anderen Bohrarten eine Relativbewegung des Laserstrahls zum Werkstück, dadurch können größere Bohrungsdurchmesser erzielt werden. Die Relativbewegung erfolgt solange, bis der gewünschte Durchmesser erreicht ist. Bei diesem Prozess wird das Material hauptsächlich nach unten durch die Bohrung ausgetrieben. Die Vorteile des Verfahrens sind die hohe Reproduzierbarkeit bei geringen Durchmessertoleranzen und die Möglichkeit auch nicht-runde Löcher wie z. B. Ellipsen zu bohren. Anwendungsbeispiele sind das Bohren von Düsen und Leichtbaumaterialien. 

 

Im Beispiel wird eine Matrix aus verschiedenen Bohrungen in einem 0,4 mm starken Aluminiumblech gezeigt ...

Das nachfolgende Video zeigt eine Kombination aus zwei Laserprozessen: Laserschneiden und Laserperforieren